Andreas Lotte und Christian Ude auf dem Fürstenrieder Frühlingsfest

Am 21.3. ist der Frühlingsanfang. So war es passend, dass der Münchner Oberbürgermeister und Spitzenkandidat der bayerischen SPD Christian Ude sich diesen Tag ausgesucht hatte, um auf dem Fürstenrieder Frühlingsfest seine Ideen für Bayern darzulegen. Er war auf Einladung des amtierenden Landtagsabgeordneten Ludwig Wörner in den Münchner Südwesten gekommen, um hier seinen Kollegen im Stadtrat Andreas Lotte bei seiner Landtagskandidatur zu unterstützen. Das interessierte auch Charlotte Knobloch von der Israelitischen Kultusgemeinde und die Paralympics-Siegerin Verena Bentele, die sich im Bierzelt eingefunden haben.

Andreas Lotte: Bayern ist besser

In seiner Rede zeigte Andreas Lotte in einem Ritt durch die bayerische Politik, dass nicht viel dran ist an dem Mythos der Staatsregierung. Ob Wohnungsbau, Mindestlohn oder Energiewende, überall zeige sich, dass die CSU eben nicht kann. Andreas Lotte: „Bayern hat diese Regierung nicht verdient, denn Bayern kann mehr, Bayern ist besser.“ Er erinnert an die großen Pleiten der Regierung, die Bayern geschadet haben, insbesondere die Pleite der Landesbank. Schlimm seien besonders die Versäumnisse in Zusammenhang mit den GBW-Wohnungen. Das Schlimmste sei jedoch ein Ministerpräsident, der seine Meinung „wie ein Wettergockel“ ändere. „Die beste Methode zu wissen, welche Meinung Horst Seehofer heute hat, ist danach zu schauen, welche Meinung er gestern nicht hatte!“ so der Landtagskandidat Andreas Lotte.

Am 21.3. ist ihm besonders wichtig auch auf die Ungerechtigkeit der Löhne hinzuweisen. Es sei nicht hinzunehmen, dass Frauen systematisch weniger verdienen als Männer. Deswegen wird in Deutschland: am 21.3. der Equal Pay Day gefeiert. Er erinnert daran, dass eine Frau bis zu diesem Tag arbeiten muss, um auf den gleichen Verdienst zu kommen, den ein Mann im vorangegangenen Jahr habe. „Und in Bayern ist es besonders schlimm: Da müssten wir den Tag zwei Wochen später feiern, so ungerecht ist das hier!“ das ist Andreas Lotte besonders wichtig.

Christian Ude: Ein Wechsel ist nötig und möglich

Dem Spitzenkandidat der SPD Christian Ude sei bei der Entwicklung eines Wahlprogramms wichtig gewesen, dass das Programm finanzierbar und realisierbar sei. Denn die Chancen stünden gut, dass es in die Tat umgesetzt werden muss. Die Menschen wüssten, dass die CSU weder den Chiemsee aufgehoben oder die Alpen aufgeschüttet habe und auch nicht für die Wirtschaftsstärke verantwortlich zeichne: „Wo ist denn die Wirtschaftskraft Bayerns zu Hause? Dort wo seit Jahrzehnten Sozialdemokraten Verantwortung tragen!“ so Christian Ude. Das Land müsse ins Gleichgewicht gebracht werden, die Probleme müssen angepackt werden. Die Unterschiede zwischen verschiedenen Regionen und die krassen Unterschiede zwischen oben und unten müssen ausgeglichen werden, damit alle die gleichen Chancen haben.

Christian Ude spricht den Mindestlohn an, denn Niedriglöhne belasten besonders die Kommunen: „Hungerlöhne zu bezahlen ist keine geniale Geschäftsidee, sondern gehört unterbunden.“ Ebenso die Wohnungspolitik. Hier seien besonders viele Kehrtwendungen der CSU zu beobachten. Allerdings seien diese – genauer betrachtet – wenig wert. Den Ankündigungen folge keine wirkliche Politikwende in den Entscheidungen. Das zeige sich besonders an dem Umgang mit den Mieterinnen und Mietern der GBW-Wohnungen. Dabei sei die CSU an der Pleite der Landesbank schuld, sie habe beim Kauf der Kärntner Bank Hypo Alpe Adria „den grenzüberschreitende Länderfinanzausgleich“ erfunden. Die Staatsregierung trage die eigenen Finanzabenteuer auf dem Rücken der Münchner Mieter aus.

Hier sehen Sie einige Impressionen von der Festzeltveranstaltung beim Fürstenrieder Frühlingsfest.