Andreas Lotte und Frank-Walter Steinmeier: “München braucht bezahlbaren Wohnraum”

Der wohnungspolitische Sprecher der SPD-Stadtratsfraktion Andreas Lotte sieht in den explodierenden Preisen für Wohnraum die zentrale Herausforderung für die Landeshauptstadt München. “Wir wollen eine Stadt sein, in der alle ihren Platz finden können und in der die Rahmenbedingungen für Wohlstand und Sicherheit nachhaltig gewährleistet sind.” Der Stadtrat weiß, dass die teuren Lebenshaltungskosten in München langfristig ein Standortnachteil werden können. Dem Sozialdemokraten ist aber auch wichtig, dass auch der Wohnungsmarkt nicht den Gesetzen eines entfesselten Kapitalismus gehorcht, sondern in gute Bahnen gelenkt werden muss.

Bund, Freistaat und Kommunen müssen zusammenarbeiten

Bei einem Treffen mit Frank-Walter Steinmeier, dem Oppositionsführer im Bundestag, sprach der Stadtrat deswegen auch die wichtigen Projekte zur Verbesserung der Situation von Mieterinnen und Mietern an. Die beiden Sozialdemokraten sind sich einig, dass die Steigerung der Mietpreise wirksam begrenzt werden muss und der öffentliche Wohnungsbau wieder stärker in Angriff genommen werden muss. Beide begrüßen die Initiative von Christian Ude und den anderen vier Oberhäuptern der fünf größten Städte in Deutschland, die eine Initiative für mehr Wohnraum gestartet haben. Andreas Lotte ist auch Kandidat für den Landtag für den Münchner Südwesten bei der Wahl am 15. September. Er will im Landtag die Dinge gerade rücken, die dort in der Wohnungspolitik schief laufen.

Andreas Lotte mit Frank-Walter Steinmeier

München macht es vor

Andreas Lotte will seine Erfahrung als Kommunalpolitiker in den Landtag einbringen: “Wir sind als Münchner Stadtregierung näher an den Menschen dran. Die Staatsregierung ist dagegen abgehoben.” Als Beispiel führt Andreas Lotte den Fall der GBW-Wohnungen an. Erst sei die Landesbank mit riskanten Spekulationen in der Formel 1 und auf dem Balkan in den Ruin getrieben worden. Dann seien die dazu gehörigen Wohnungen an den Meistbietenden verschachert worden. Die Stadt werde sich dem entgegenstemmen, aber dafür bedürfe es auch eines Freistaats, der die Interessen der Mieterinnen und Mieter in den Blick nimmt.