Azubi-Ticket

Ausbildungstarife auch für Azubis weiterentwickeln

In diesen Tagen stimmen die Münchner Studierenden über das Semesterticket ab. Am Dienstag beschäftigte sich auch der Münchner Stadtrat mit dem Thema und sicherte das Projekt mit einer finanziellen Garantie ab. Für Andreas Lotte, Münchner Stadtrat und Landtagskandidat für die SPD im Münchner Südwesten, ist das Semesterticket ein wichtiger Erfolg. Doch die Studierenden sind nicht die einzige Gruppe, die einen günstigeren Zugang zum Münchner Nahverkehr brauchen.

“Wir brauchen auch unbedingt ein faires Azubi-Ticket”, meint Andreas Lotte. Ein solches Angebot müsste natürlich anders gestaltet sein als das Semesterticket. Eine monatliche Abbuchung sollte möglich sein. Auch wäre es denkbar, dass teilnehmende Arbeitgeber einen Grundbetrag übernehmen - ähnlich dem Sockelbetrag, den alle Studierenden beim Semesterticket bezahlen müssen. Auszubildende haben es in München wegen der hohen Lebenshaltungskosten sowieso schwer. Für den Landtagskandidaten bedeutet das: “Gute Arbeit beginnt mit guten Bedingungen auch während der Ausbildung.”

Auch im Fall eines Tickets für die Auszubildenden thematisiert Andreas Lotte die Verantwortung des Freistaats in der Finanzierung: “Die Staatsregierung hält sich vornehm zurück, was die Förderung der Ausbildungstarife betrifft.” Dabei sei für den Freistaat der Wettbewerb um den besten Nachwuchs eine zentrale Aufgabe für eine nachhaltige Wirtschaftsentwicklung. Für die Münchner Betriebe ist es wichtig, dass sie die besten Auszubildenden gewinnen.

Die Sozialdemokraten setzten schon an verschiedenen Stellen Akzente, in denen sie die berufliche Bildung neben den Hochschulen stärken: So wurde im Programm “Wohnen in München” ein erstes Wohnheim für Auszubildende beschlossen. Auch hier geht es um eine Gleichstellung mit den Studierenden. Das Gleiche gilt für Christian Udes Vorstoß neben den Studiengebühren auch die Gebühren für die Meister abzuschaffen. Manches konnte die SPD bereits auf kommunaler Ebene umsetzen. Dennoch bietet sich die Chance, durch die Landtagswahl 2013 auf Landesebene eine sozialere Politik zu ermöglichen.

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