Demonstration für Solidarität

Am Mittwoch fand in München eine Demonstration gegen Übergriffe von Nazis statt. Damit sollte insbesondere die immer dreisteren Attacken auf Einrichtungen wie den bayerischen Flüchtlingsrat oder den Kurt-Eisner-Verein angeprangert werden. Die Organisatoren wählten das Münchner Westend als Ort der Demonstration, weil hier in der Nachbarschaft viele der betroffenen Projekte ansässig sind. Für Stadtrat Andreas Lotte ist die Solidarität mit den unmittelbar Betroffenen wichtig, aber er weiß auch: “Dieser Angriff gilt der demokratischen Stadtgesellschaft. Er beweist, das wir immer wachsam sein müssen, wenn wir unsere Offenheit und Freiheit erhalten wollen.”

Gemeint sind wir alle

In einer Resolution verschiedener Organisationen, die auch von der Münchner SPD unterstützt wird heißt es: “Solche Angriffe treffen wenige, Einzelne. Sie sind aber Angriffe auf uns alle und auf eine offene, antirassistische Gesellschaft!” Die Unterzeichner weisen auf den Zusammenhang zum aktuellen Prozess in München hin, der den Terrorismus des NSU beleuchten will. Die Gesellschaft dürfe nicht wegsehen und müsse die Gefahr von rechter Gewalt und rechtem Terrorismus in Deutschland ernst nehmen.

Für eine offene und demokratische Gesellschaft

Andreas Lotte, der aktuell auch für den Landtag kandidiert, ist der Schulterschluss mit den anderen demokratischen Parteien wichtig. Trotz Wahlkampf und politischen Wettbewerb sei die Basis eine offene und demokratische Gesellschaft. Dazu wolle er mit seiner Teilnahme am Protest beitragen. Er fügt hinzu: “Bei aller Diskussion über den richtigen Weg für unsere Stadt und unser Land - Freiheit und Sicherheit für alle Menschen in diesem Land, in dieser Stadt, in unserem Viertel ist die wichtigste Grundlage. Deswegen stehe ich heute hier, deswegen stehen wir alle heute hier.”