Gute Arbeit

Es ist sehr spannend zu sehen, was in der bayerischen Verfassung über Arbeit niedergelegt ist
Einige Beispiele sind:
Artikel 166 (2): Jedermann hat das Recht, sich durch Arbeit eine auskömmliche Existenz zu schaffen.
Artikel 168 (1): Jede ehrliche Arbeit hat den gleichen sittlichen Wert und Anspruch auf angemessenes Entgelt. Männer und Frauen erhalten für gleiche Arbeit den gleichen Lohn.

Die Politik ist verpflichtet, auf die Umsetzung dieser Rechte zu achten. Dort wo gute Arbeit nicht möglich ist, muss auf die Wirtschaft eingewirkt werden Missstände abzuschaffen und wo dies dauerhaft nicht anders gelingt, auch regulierend eingegriffen werden. Der Wohlstand der Gesellschaft basiert auf der Arbeit aller Menschen, die dazu beitragen.

Gute Arbeit - guter Lohn

Menschen müssen von ihrer Hände Arbeit leben können. Wenn das nicht der Fall ist, dann stimmt etwas nicht, dann muss die Politik prüfen, ob die Regeln geändert werden müssen. Gerade Arbeitnehmer in München brauchen einen anständigen Lohn, damit sie sich die Stadt leisten können. Ein Weg sind die Mindestlöhne, die allgemeingültig durchgesetzt werden müssen - damit die Arbeitgeber, die angemessene Löhne zahlen nicht gegenüber denen mit Dumpinglöhnen benachteiligt werden.

Die Leiharbeit ist ein gutes und wichtiges Instrument einer nachhaltigen Arbeitspolitik. Leider wird es von manchen Arbeitgebern missbraucht um Löhne zur drücken und Menschen in prekäre Beschäftigung zu zwingen. Damit muss Schluss sein. Kein Unternehmen soll reguläre Beschäftigungsverhältnisse in Leiharbeitsverhältnisse umwandeln. Umgekehrt: Wer lange als Leiharbeiter in einem Unternehmen arbeitet gehört übernommen. Die Leiharbeiter müssen den gleichen Lohn für die gleiche Arbeit wie die Festangestellten erhalten.

Gleiches gilt für die Lohngerechtigkeit zwischen Männern und Frauen. Wenn eine Frau die gleiche Arbeit macht wie ein Mann, dann muss sie auch den gleichen Lohn dafür erhalten. Warum müssen Frauen einen Abschlag von über einem Fünftel ihres Lohnes hinnehmen, nur weil sie Frauen sind. Das war schon immer ungerecht und es ist nicht einzusehen, warum das noch nicht überwunden wurde.

Anständige Arbeitsbedingungen

Die Löhne und Arbeitsbedingungen, die Arbeitgeberverbände mit starken Gewerkschaften aushandeln sind fair. Deswegen muss Tarifflucht bekämpft werden. Deswegen braucht Bayern ein Tariftreuegesetz in dem festgelegt wird, dass öffentliche Aufträge nur an Firmen vergeben dürfen werden, die Tarifbedingungen einhalten. Die öffentliche Hand ist eine der größten Auftraggeberinnen im Land und kann hier einen wichtigen Unterschied machen.

Damit Fachkräfte der Wirtschaft in Bayern nachhaltig zur Verfügung stehen, müssen die Arbeitsbedingungen schon für die Berufsanfänger stimmen. Nach einer guten Ausbildung muss im Regelfall die Übernahme stehen. Auch hier kann die öffentliche Hand mit gutem Beispiel vorangehen.

Überzogene Befristungen, Missbrauch von Werkverträgen und Selbstständigkeit sowie erzwungene Minijobs und Teilzeitbeschäftigung. Wer langfristig, sozialversicherungspflichtig und Vollzeit arbeiten will, der soll dazu auch die Möglichkeit bekommen. Hier muss die Wirtschaft endlich zeigen, dass sie anständige Arbeitsbedingungen ernst nimmt und auch die öffentlichen Arbeitgeber haben hier viele Missstände abzustellen.

Gute Arbeit ist gut für alle. Gute Arbeitsbedingungen führen zu besseren Ergebnissen. Gute Löhne sichern die Binnennachfrage und sichern die Nachhaltigkeit der Wirtschaftsentwicklung. Außerdem sind gute Löhne die Basis zu einer Bekämpfung der Altersarmut.

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