Kosten der Energiewende für den Nahverkehr

Steigende Kosten im öffentlichen Nahverkehr durch Energiewende

Die Verteilung der Kosten durch die Energiewende beschäftigt wieder die Politik. Konkret rechnet das unionsgeführte Umweltministerium mit einem Anstieg der Ticketpreise im öffentlichen Nahverkehr. Grund ist, dass die Befreiung von der EEG-Umlage nur noch Unternehmen gewährt werden soll, die im direkten internationalen Wettbewerb stehen. Andreas Lotte, Stadtrat und Landtagskandidat im Münchner Südwesten: “Die Energiewende ist eine der wichtigsten gesellschaftlichen Aufgaben unserer Zeit. Daran müssen wir alle mithelfen. Jeder nach seinen Fähigkeiten.”

Sozial gestaltete Ticketpreise

In München gibt es das neu gestartete Semesterticket, den alten Ausbildungstarif und das Sozialticket. “Aus meiner Sicht fehlen hier noch ein besseres Schülerticket und ein Azubiticket, um eine Gerechtigkeitslücke zu schließen”, so Lotte: “Alle sozial begründeten Tickets sollten von Preiserhöhungen wegen der Umstellung der EEG-Umlage ausgenommen werden.” Dies sei durch die erwirtschafteten Zugewinne bei den Mehrwertsteuereinnahmen des Freistaats finanzierbar. “Die Staatsregierung hält sich bisher bei der Finanzierung sozialer Nahverkehrstickets vornehm zurück, obwohl sie von den erhöhten Kosten profitiert.”

Öffentlicher Verkehr und Energieversorgung in kommunaler Hand

Für den Stadtrat Andreas Lotte ist die kommunale Trägerschaft von öffentlichen Nahverkehrsunternehmen und der Energieversorgung ein Garant für gerechte Verteilung der Lasten. “Als Stadtrat sehen wir uns in der Verpflichtung, eine gerechte Verteilung der Lasten zu gewährleisten. Wir müssen als Gesellschaft zusammenhalten, um die Energiewende zu schaffen.” Die kommunalen Träger seien näher an den Menschen und können ihrer Verantwortung deswegen besser gerecht werden.

Quelle: Vorabmeldung des Spiegel

 

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