Maklergebühren

Kosten drosseln die Zweite - ein Ja zur Initiative aus Hamburg

"Wenn die SPD den Ministerpräsidenten für ein Land stellt, dann verbessert sich im Mieterschutz immer etwas", freut sich Andreas Lotte, der Landtagskandidat für den Landtagsstimmkreis 101 (Hadern). Jüngstes Beispiel aus Hamburg: Olaf Scholz will mit einer Bundesratsinitiative den Umgang mit den Maklergebühren mieterfreundlich regeln. Er schlägt vor, dass zukünftig der den Makler bezahlen soll, der ihn beauftragt hat. Das ist immer häufiger der Vermieter.

"Leider sieht das die Führungsriege in unserem Freistaat Bayern wieder einmal anders", ärgert sich Lotte. "Anstatt Hamburg zu unterstützen, kommt gleich Widerspruch." Gleichzeitig verkauft eine Tochter der Landesregierung die GBW -Wohnungen. Die Mieterinteressen seien hierbei nebensächlich. Bei der groß angekündigten Sozialcharta XXL dürfen sich die Käufer dann einen Punkt darf herausgreifen, den sie dann den rund 80.000 Mieterinnen und Mietern dieser sozialen Wohnungen zusichern muss. „Sozial geht anders“, findet Lotte.

"Ich bin mir sicher, dass wir als SPD-Landesregierung uns sofort der Idee von Hamburg anschließen würden", meint Andreas Lotte. Der Sozialdemokrat geht sogar noch weiter mit seiner Prognose. "Hätten wir das Sagen in der Staatskanzlei, dann kämen solche guten Vorschläge auch aus Bayern." Eine Aussage, die er als Versprechen zu verstanden haben will. Als wohnungspolitischer Sprecher im Münchner Stadtrat liegt ihm soziale Gerechtigkeit im Bereich Mieterschutz am Herzen.

Zu seinen Projekten gehören zum Beispiel der Kampf für einen sozialverträglichen Verkauf der GBW-Wohnungen, aber auch die Ausweitungen der derzeit 14 Erhaltungssatzungen in München. In letzterer Sache könnte der Freistaat auch viel mehr tun, wenn er nur wollen würde. „Leider scheinen aber die Mieter den regierenden Damen und Herren im Landtag keineswegs etwas zu bedeuten. Das zeigen sie ja nahezu täglich aufs Neue“, so Lotte.

Andreas Lotte, Landtagskandidat der SPD:

"Ich hoffe, dass der Gesetzesentwurf im ersten Quartal 2013 im Bundesrat Erfolg hat. Eine aktuelle EU-Studie zeigt doch schon jetzt, dass fast 20 Prozent der Deutschen von Armut und sozialer Ausgrenzung betroffen sind. Und wenn wir nicht gegensteuern, steigt die Zahl weiter. Deswegen bin ich dafür, dass die Vermieter zukünftig die Gebühren für die Makler zahlen. Und keine Sorge: Da die Eigentümer sowieso meist das Maximum an Miete verlangen, brauchen wir auch keine Angst haben, dass die Gebühr versteckt in die Miete zurückfließt."

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