Mietpreisspirale stoppen

Am Samstag gingen verschiedene Organisationen gegen die weiter steigenden Mietpreise auf die Straße. Das Veranstalter-Bündnis ist überparteilich, dennoch hat es sich die Münchner SPD nicht nehmen lassen, die Veranstaltung in der Mobilisierung zu unterstützen, trägt sie doch die Ziele vollständig mit. Andreas Lotte, wohnungspolitischer Sprecher der Stadtratsfraktion: “Die gestiegenen Mietpreise treffen alle Münchnerinnen und Münchner. Gerade auch Familien in der Mittelschicht haben es schwer in bezahlbaren Wohnraum zu finden. Da müssen wir etwas dagegen tun.”

Woher kommen die steigenden Mieten?

Aus Sicht des sozialdemokratischen Landtagskandidaten Andreas Lotte gibt es zwei maßgebliche Gründe für die Preisentwicklung im Mietmarkt. Einerseits steige die Nachfrage stetig, da Münchens Wohlstand und Lebensqualität anziehend für die Menschen seien. “Daran können und wollen wir nichts ändern. Wir sind in München stolz auf das was wir erreicht haben.” Andererseits seien Probleme bei der Angebotssituation erkennbar. Jede Wohnung, die in eine Luxusappartment umgebaut und verkauft wird, fällt aus dem regulären Mietmarkt heraus. Umgekehrt könnten zusätzliche Programme im sozialen Wohnungsbau auch den gesamten Markt entlasten. “Besonders erfolgreich können Genossenschaften helfen den Mietmarkt zu entlasten, weil sie nachhaltig das Angebot an bezahlbaren Wohnraum erhöhen”, so der Andreas Lotte.

Forderungen an Freistaat und Bundespolitik

Für den Landtagskandidaten im Münchner Südwesten gibt es zwei Maßnahmenbündel, die im Landtag und im Bundestag entschieden werden müssen: “Wir müssen einerseits kurzfristig dafür sorgen, das Mieten nicht mehr so schnell steigen dürfen, deswegen brauchen wir eine Mietpreisbremse und müssen die Mietspiegel so reformieren, dass er realistisch die Mieten in einem Viertel wiedergibt.” Aktuell werden nur die Neuvermietungen in den letzten vier Jahren in die Berechnung einbezogen. Ältere - meist günstigere - Mieten werden nicht berücksichtigt. Andreas Lotte: “Außerdem müssen wir nachhaltig den Mietmarkt auf der Angebotsseite entlasten. Dies geschieht durch Maßnahmen wie ein Umwandlungsverbot, Wohnungsbauprogramme und die konsequente Förderung von genossenschaftlichen Modellen. Für den Landtagskandidaten ist klar: “Das beste Programm um die Mietpreisspirale zu stoppen ist in Bund und Land Leute zu wählen, die sich für die Mieter einsetzen. Dafür steht Christian Ude, dafür stehe ich.”

2013-06-29-Mietpreisspirale-Stoppen-Stachus

Foto: Andreas Lotte