SPD-Fraktion kritisiert zu langsamen Wohnungsbau in Bayern

Andreas Lotte: CSU scheitert an ihren eigenen Maßstäben

Trotz massiver Wohnungsnot kommt der Wohnungsbau in Bayern nicht vom Fleck. Wie das Bayerische Landesamt für Statistik mitteilte sind die Wohnungsfertigstellungen in 2016 gegenüber dem Vorjahr lediglich um 1,2 Prozent gestiegen. Das bedeutet ein Plus von gerade einmal 641 Wohnungen.

Die SPD-Landtagsfraktion fordert daher ein strategisches Umdenken in der Wohnungspolitik.

„Diese Bilanz ist mehr als enttäuschend für den Freistaat Bayern“, kritisiert ihr wohnungspolitischer Sprecher Andreas Lotte und erläutert: „Damit reißt Innenminister Herrmann das von ihm selbstgesteckte Ziel von 70.000 Wohnungen pro Jahr ein weiteres Mal.“

Ohne die umfassenden Bemühungen der SPD-regierten Landeshauptstadt München wäre der Wohnungsbau sogar rückläufig. Die Stadt konnte die Wohnungsfertigstellungen um 15 Prozent steigern. Das sind fast 1000 Wohnungen mehr als 2015 fertig gestellt wurden.

Lotte verlangt daher ein Wohnungsbaubeschleunigungsgesetz, das unter anderem den Abbau von Verfahrensbehinderungen und Bauhemmnissen auf landesrechtlicher Ebene vorsieht. Weiter bräuchten die Städte und Landkreise mehr Handlungsmöglichkeiten, damit sie bezahlbaren Wohnraum schaffen können.

Außerdem setzt sich die SPD-Landtagsfraktion für eine zielgerichtete Förderung ein. Obwohl Oberbayern am stärksten von der Wohnungsnot betroffen ist, waren die Fertigstellungen hier sogar um 3,5 Prozent rückläufig.